Frühlingssingen in Fürstenfeld

Kärntner Frühlingssingen in Fürstenfeld

Im Fürstenfelder Kulturmagazin „campus f“ erschien in der Ausgbe Nr. 86 (Juni 2009) ein Artikel über unser Konzert in Fürstenfeld.

Schon am 8. Dezember 2008 hatte der Singkreis der Kärntner in Graz in der Fürstenfelder Heilandskirche ein Adventkonzert bestritten (vgl. „Campus f“ Nr. 85). Jetzt holte der Lions Club Fürstenfeld sowohl den Singkreis als auch den Chor der Kärntner zu einem großen Frühlingskonzert in die Stadthalle, das am 18. April 2009 zur Aufführung kam. Den Beginn machten beide Chöre zusammen mit dem „Begegnungsjodler“ von Lorenz Maierhofer. Dann brachte der Singkreis „Übas Bachle, übas Wiesle“ von Walter Kraxner, „Bist wia die Sunn går“ von Roland Streiner und das berührende Lied über heimliche Liebe „Lei Liabm“ von Anton Anderluh. Der Chor sang „Wånn i die Sternlan siegh“ von Veit Obersteiner, mit den Männerstimmen das alte Kärntnerlied „Da Himml is volla Stern“, wieder gemeinsam das entzückende „Wås kümmern mi di Sterndlan“ von Anton Anderluh.

Es folgten zwei Renaissancelieder, zuerst noch vom Chor das flottere Madrigal „April Is In My Mistress‘ Face“ von Thomas Morley, dann vom Quartett das kostbar zieseliert und zart vorgetragene „Say Love“ von John Dowland. Das Quartett stimmte noch zwei neue Lieder an, „Liabsliad“ von Christian Dreo, ein Juwel geradezu, und das wunderschöne „Siegst lei du mi so“ von Leo Murer.

Der Singkreis war wieder an der Reihe mit zwei munteren Beiträgen, „Chanson d’Amour“ von Wayne Shanklin und „Junischnee“ von den Seern. Das Terzett des Singkreises intonierte schließlich das zärtliche „Zu dir ziagts mi hin“ im Satz von Mittergradnegger, ehe beide Chöre zusammen sich mit „In mein Daham“ von Heinz Buchacher und Andreas Moser in die Pause verabschiedeten.

Den zweiten Teil des Abends bestritten zunächst wieder beide Chöre mit dem Zulu-Lied „Vela, Vela“ mit dem Einschub „Mir san die Kärntner in Graz“. Ein Zulu-Traditional mit dem Titel „Ipharadisi“, temporeich und lebhaft (textlich natürlich unverständlich und unerklärt wie der vorangegangene Beitrag), kam wieder vom Singkreis, der das langsame und anwachsende „Can You Feel The Love Tonight“ von Elton John anschloß.

Zweimal setzte sich noch der Chor in Szene: mit dem schönen „Lena’s Song“ („Fly with me“) von Stefan Nilsson aus dem großartigen Film „Wie im Himmel“ und mit dem schwungvollen „Mercy, Mercy“ von Joe Zawinul. Dreimal kam noch das Terzett an die Reihe: „Where You Lead“ von Carole King, das bezaubernde „Das Diandle, das hat hålt“ von Helmut Wulz sowie „Und i liab hålt lei di“ von Walter Kraxner, das sich in seiner Zartheit und Schönheit als wahre Kostbarkeit darstellte. Ein letztes Mal präsentierte der Singkreis seine gesangliche Anmut mit dem schönen „Dei Stimm“ von Leo Murer, mit „A Lebm voll Liab“ von Heinz Buchacher und Andreas Moser und mit dem unsterblichen „Valåssn“. Beide Chöre gaben zum Abschluß das einmalige „Åbe schaugn“ von Roland Streiner zum Besten.

Die Leitung des Singkreises hatte Christina Kleinfercher, die des Chores Stefan Gruber. Hervorzuheben noch die so innig singenden Kleinensembles: Das Quartett des Singkreises bestand aus der vielbewunderten Uschi Repnik (Leitung), Sabrina Maier, Berno Mogel und Gerd Pobaschnig, das Terzett des Singkreises aus Christina Kleinfercher (Leitung), Uschi Repnik und Sabrina Maier. Einen sympathischen Moderator und Rezitator gab Hans Mosser ab.

Mochte sich auch das Konzert in seinem Mittelteil ein wenig gezogen haben, so schienen sich die Programmgestalter doch die schönsten Lieder für den Schluß vorbehalten zu haben. Ohne zu übertreiben, möchte man sagen: Zum Weinen schön!

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