FdS2014_Gailtaler

Nach dem 20. Fest der Stimmen 2014

Die Kärntner in Graz veranstalteten am Sonntag den 19.10.2014 das 20. Fest der Stimmen unter dem Motto „Wia die Zeit sich so schnell varziacht“, wie immer im renommierten Grazer Stefaniensaal. Unser Obmann Dipl.-Ing. Roman Pöltner konnte wiederum viele Gäste und Festteilnehmer aus dem Steirer und Kärntner Heimatland sowie aus anderen Bundesländern – diesmal unter anderem in Gedichtform – begrüßen, zumal wir diesmal auch Veranstalter des „Kongresses der Kärntner Landsmannschaften“ aus den Bundesländern waren. Nicht vergessen darf man unsere Kanaltaler Freunde vom lokalen Kulturverein, die gleich mit einem ganzen Bus voll kulturinteressierter begeisterter Fans ihrer „Ottetto Lussari – Doppelquartett Luschari – Visarski Oktet“ Sängerinnen und Sänger gekommen sind.

Weitere stimmige und klangvolle Gruppen waren die „5 Gailtaler“, das Volksmusik Trio „De V(a)lott’n“ sowie die hauseigenen Chöre wie der „Singkreis der Kärntner in Graz“ und der „Chor der Kärntner in Graz“ unter der Leitung von Günther Brand und Stefan Gruber. Moderiert wurde unser 20. Jubiläumsfest – wie seit mehreren Jahren – vom Radiosprecher Mag. Hans Mosser in bewährter und v.a. humorvoller Weise.

Die Besonderheit dieses 20. Festes der Stimmen waren unsere Gäste aus dem Kanaltal. Meine Chorkollegin Laura Goldemund – die im schönen Malborghet im Kanaltal aufgewachsen ist – hat federführend die Kontaktaufnahme und die „Wohlfühlorganisation“ unserer Gäste übernommen. Getreu der Idee, aus umliegenden deutschkärntnerischen Sprachinseln Sangesgruppen samt deren Kulturvereinen aus dem Alpe-Adria-Raum die Möglichkeit eines Auftrittes zu geben, war die Gruppe Ottetto Lussari unser Wunschkandidat. Das umfangreiche Repertoire dieses Oktetts geht vom Italienischen zum Slowenischen und vom Friulanischen bis zum Kärntner Mundart Lied und hat uns sehr beeindruckt. Diese akustischen „Schmankalan“ haben nachhaltig Eindruck hinterlassen. Auf diesem Wege möchte ich mich als Kärntner in Graz für die integrative Kulturarbeit – die ihr vom Ottetto Lussari im Kanaltal lebt – aufs allerherzlichste bedanken.

Unser Motto „Wia die Zeit sich so schnell varziacht“ hat diesmal sehr viele Erinnerungen an vergangene Veranstaltungen wachgerufen. An die Anfänge, an die Höhepunkte, an die Tragödie in Uggowitz und unsere folgende Spendenbereitschaft, an ehemalige Chorleiter und Chorleiterinnen, an alle Obmänner und Obfrauen, kurzum an unsere Geschichte hier in der Steiermark und den besonderen Umstand, dass wir als Kärntner in der Steiermark generell so viel in der Kulturarbeit mitbestimmen dürfen. Das lässt tiefe Dankbarkeit für die vorhandenen kulturpolitischen Möglichkeiten, unser Kärntner Wesen ausleben zu dürfen, empfinden.

So haben wir diesmal von einer anderen Seite über unser gesungenes und gespieltes Festprogramm die Einbettung unseres Kulturvereines „Die Kärntner in Graz“ – hervorgegangen aus der „Kärntner Landsmannschaft in Graz“ in die Alpe Adria Region spürbar und vor allem auch hörbar – speziell für die Kärntner Kulturorganisationen (KLM) in anderen Bundesländern – gemacht. Wie jedes Jahr versuchten wir auch – mit dem Schwerpunkt auf die von uns sehr geliebten Kärntner Volkslieder aus den diversen Kärntner Regionen und Tälern – über unser Landesgrenzen zu unseren unmittelbaren Nachbarn „hinein zu hören“. Mit „Serenade … A Racuei“ und „La Montanara“ – einem friulanischen von Arturo Zardini und einem italienischen Lied von Toni Ortelli sowie Luigi Pigarelli – sowie „Na Mostu“ und „Spomin na zimski vecer“ – zwei slowenischen Volksliedern von Souvan und Avsenik sowie Juvanec, nur um ein paar Beispiele zu nennen, haben wir diese Idee umgesetzt.

Es war ein außerordentlich schönes, stimmiges und erfolgreiches Konzert, das uns allen besonders in Erinnerung bleiben wird. Die großartige Stimmung auf der Bühne wurde vom Publikum mitgetragen. Wir haben sehr viele positive Rückmeldungen bekommen, die uns bestärken, den bisher so erfolgreich gegangenen Weg der „Begeisterung für das Kärntner Volkslied“ mit der Hilfe unserer treuen Fans und unseres Publikums weiter zu gehen. In der Zukunft möchten wir verstärkt den deutsch-kärntner Sprachinseln im nahen und entfernteren Ausland Gelegenheit geben, mit etablierten Chören aus ihren Regionen – samt Kulturvereinen – an unserem Fest der Stimmen teilzunehmen. Werte Fans, wenn sie jemanden wissen, informieren Sie uns bitte.

Besonderer Dank gilt wie immer all jenen, die sich im Hintergrund um die reibungslose Organisation so eines großen Events gekümmert haben. Um Konzerte dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen und abzuwickeln bedarf es eines eingespielten Teams, das sich aufeinander verlassen kann. Es müssen unzählige Dinge bedacht, organisiert oder sichergestellt werden. Praktisch jedes Mal wird vom engagierten Team eine Idee zur Verbesserung ausprobiert und umgesetzt. Mein ganz persönlicher Dank gilt allen, die so enthusiastisch und engagiert ihre Zeit opfern und mitmachen.

Nicht vergessen darf man die vielen Angehörigen unserer Sänger und Sängerinnen, die uns vielfältig unterstützen, sei es mit Aufhängen von Plakaten, Weitergabe unserer Informations-Handzettel, Kartenvorverkauf und kräftiges Rühren der Guerilla Marketing Werbetrommel. Wenn ich so in Graz und Graz-Umgebung spazieren oder wandern gehe, bin ich oftmals verblüfft, wo ich wieder einen unserer Handzettel aufliegen oder ein Plakat von unserem Fest gesehen habe. Ein herzliches Danke und „Vergelt’s Gott“ dafür. Wir freuen uns schon auf das nächste Fest der Stimmen am 18.10.2015.

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