© Willi Pleschberger

Grenzenloses Chorvergnügen – Sommerkonzerte 2017

Musikalisches Freundschaftskonzert unter dem Motto „Grenzenloses Chorvergnügen“ in der Aula der Karl-Franzens-Universität Graz am 19. Mai sowie im Schloss Porcia Spittal am 20. Mai 2017

Alles neu macht nicht nur der Mai, sondern auch der Chor der Kärntner in Graz zu seinen diesjährigen Sommerkonzerten. Denn zu einem zeitlich sehr untypischen, weil noch recht frühem Termin im Chorsemester, begrüßte heuer erstmals Philipp Assam in seiner Funktion als neuer Obmann zur Verwunderung des so zahlreich erschienen Konzertpublikums. Neu war jedoch nicht nur diese personelle Änderung, sondern auch Ambiente und Art der Gestaltung des Konzertes. Erstmals durften unsere Stimmen die altehrwürdigen Hallen der Alma Mater erbeben lassen und wäre dies nicht genug, durften wir dies gemeinsam mit einem der wohl prominentesten Chöre aus Kärnten: dem Singkreis Porcia Spittal unter der Leitung von Bernhard Wolfsgruber.

In diesen Konzerten am 19. Mai in Graz und einen Tag später dann auch im Schloss Porcia in Spittal wurde nun endlich ein von beiden Chorleitern schon lange geplantes gemeinsames Chorevent auf die Füße gestellt. Und in der Tat konnte diese Idee die Zuhörer in den zweimal ausverkauften Sälen restlos begeistern, kamen sie doch nicht nur in den Genuss grenzenloser Vielfalt an Chorkompositionen quer durch die Epochen und Stile, sondern konnten Sie ingesamt vier Werke im Gesamtchor mit über 100 Stimmen erleben. Dies war zweifelsohne nicht nur für viele Gäste ein einzigartiges Erlebnis, sondern bewegte auch die teilnehmenden Sänger und Sängerinnen sehr. Ganz besonders freute es uns in diesem Zusammenhang, den langjährigen Chorleiter des Singkreises Porcia, Helmuth Drewes, gemeinsam mit seiner Gattin sowie seiner Tochter begrüßen zu dürfen und auch eine seiner zahlreichen Kompositionen, den Seejodler, im Großchor darzubieten. Bei allem Neuen haben wir aber auf einen altbewehrten Trumpf nicht verzichten wollen, nämlich auf unseren jahrelangen Sprecher Daniel Kuschinsky, der uns immer wieder aufs Neue mit seinen „Gedichtlan“ und Texten zu überzeugen weiß. Danke Daniel!

Der Chor der Kärntner in Graz konnte dieses Jahr beweisen, wie kurzweilig und abwechslungsreich auch ein langes Konzert von zwei gemischten Chören sein kann, wenn Stil, Auswahl und Interpretation der Lieder unter den Chören divergieren und durch zwei hervorragende aber gänzlich unterschiedliche Chorleiter gemeinsam mit hoch motivierten SängerInnen zum Besten gegeben werden. Die Highlights Vieler dürften dabei wohl, abgesehen von den großchörigen Stücken, ein atemberaubendes Siyakudumisa, vorgetragen von einer bezaubernden Solistin Ariane Drußnitzer und ein fulminantes Vindo, das uns die litauischen Klänge näherbrachte, seitens des Singkreises gewesen sein. Für den Liebhaber des Kärntnerliedes sorgte Springt da Mai übern Ångerran für eineinhalb Minuten Gänsehaut. Der Chor der Kärntner konnte wohl traditionell wieder mit seinen modernen Popklängen wie Alles nur geklaut von den Prinzen oder Mona Mu für Stimmung sorgen, wusste aber auch im Piano durch das Abendlied von J.G. Rheinberger zu überzeugen. Das traditionelle Kärtnerlied kam natürlich auch bei uns nicht zu kurz.

Wir, der Chor der Kärntner in Graz, haben uns heuer bewusst dazu entschieden, neue Wege zu beschreiten. Die Resonanz auf diese Ideen hat uns unser Publikum in zwei ausverkauften, wunderschönen Konzerten in Graz und Spittal gegeben und uns darin bestärkt. Dabei gilt auch ein großer Dank dem Singkreis Porcia unter der Obmannschaft von Walter Steiner, der sich gleichsam mit uns für zwei begeisternden Chorabende verantwortlich zeichnet. Es war schön, diese Momente mit euch teilen zu dürfen.

Last but not least gilt der Dank auch unseren diesjährigen Sponsoren Holzbau Unterluggauer und der Kärntner Treuhand GmbH sowie allem voran unserem lieben Chorleiter Stefan Gruber für seine unermüdliche Proben- und Vorbereitungsarbeit, die er in unseren Chor investiert.

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